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STuhlmix: Individuell oder Mainstream?

In einer Szene aus dem Film "Das Leben des Brian" tritt Brian (der von den Menschen als Heiland verehrt wird) auf den Balkon und ruft der jubelnden Menge zu: "Ihr seid alle völlig verschieden!" Daraufhin antwortet diese im Chor: "Ja, wir sind alle völlig verschieden!" Nur eine Person schreit dazwischen: "Ich nicht!"

31.05.2015

Zuckerfreier Minigarten

Ich bin seit 7 Wochen clean. Naja fast. Einmal in der Woche werde ich rückfällig. Aber mit Absicht, quasi um mir zu beweisen, dass ich das Zeug nicht mehr brauche: künstlichen Zucker. Schon als Kind habe ich mir Berge von Schokolade und Eis reingeschaufelt, aus Langweile, Müdigkeit, Glücklichsein und Gemütlichkeit. 

14.06.2015


Apfelbaum und Goldrandbrille

Während ich hier schreibe, liest Hasi in einem Schachbuch und bringt mich dadurch aus meinem nicht vorhandenem Konzept. "Wieso liest du nicht die Bedienungsanleitung für unsere Waschmaschine? Die ist sicher auch ganz spannend!" grinse ich ihm entgegen. "Ja, das ist ne gute Idee! Einer muss die ja mal lesen." Njaaaa....nope. 

 

Hach, was für eine Überleitung: Seit ein paar Monaten schreibe ich an meinem ersten Buch. Arbeitstitel: Frau Panik baut ein Haus. Wie man trotz Haschmich seine Träume verwirklichen kann. Mein Traum ist eine Katze, ein großes Gemüsebeet und ein Apfelbaum. Eine Katze braucht einen Garten. Ein Garten braucht ein Haus. Und ein Haus braucht mich. 

 

Hausbauvorbereitungstermine sind natürlich für jeden aufregend, mit Angstneurose jedoch ein Grund zur Panik. Die Autofahrt zu den verschiedenen Terminen war jedesmal eine knallgraue Geisterfahrt. Ich kenne jetzt fast jede Toilette von Hamburg bis Schwerin. Auch schön.

 

Meine bisher größte Herausforderung: Der Notartermin. Ich, in einem geschlossenem Raum, mit fremden Leuten und eine Goldrandbrille mit rotem Lippenstift liest eine Stunde lang jedes Wort aus unserem Notarvertrag vor. Monatelang hatte ich Angst davor, mit Frau Panik im Nacken, stillsitzen und zuhören zu müssen, keine Möglichkeit die olle Angst wegzuhampeln oder durch derbe Witze verschrecken zu können.

 

Stellt euch vor, ihr habt Durchfall und steckt seit 5 Stunden im Fahrstuhl fest. Zusammen mit 5 anderen Leuten. So. Also nicht mit fünf anderen mit Durchfall, sondern ihr ganz allein mit Durchfall.

 

Es ging, dann doch mit einigen kernigen Ablenkwitzchen, wie immer zu Lasten meines lieben Mannes, Waswärewennichjetztpanikbekommegetüdel und schweißgebadet. Aber es ging.

 

Ich habe eine Form der Verhaltenstherapie gefunden, die ich euch nur empfehlen kann, falls ihr so wie ich soziophob seid, oder Messi (nein, das bin ich nicht, man kann ja nicht alles haben): Eine Haushaltsauflösung mit Hilfe von Ebay-Kleinanzeigen. 25 völlig fremde Menschen waren bereits in meiner Wohnung. Nach dem Zwanzigsten musste ich vorher nicht mehr durch unsere Wohnung joggen, Atemübungen und Toilettendauersitzungen machen.

 

Frau Panik, die doofe F...habe ich in dieser Zeit wohl einmal zu oft beleidigt. Die Alte ist eingeschnappt. Aber manchmal blitzt sie um die Ecke und macht Buh.

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Aha.

Hallöchen! Wundert euch bitte nicht, die Milchbar ist geschlossen! Die Kategorie hat doch oft zu Verwirrungen geführt und deshalb findet ihr Neuigkeiten, Free Printables, Gewinnspiele usw. nun unter News!

 

In dieser Woche hat mich am meisten ein Thema beschäftigt: Sex.

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Huhu

März in Hamburg bedeutet auch Winterferien, im Februar kann ja Jeder. Mausi war wie jedes Jahr eine Woche mit ihrer Hortgang auf dem Reiterhof und ich hatte mir für diese Zeit viel vorgenommen: viel Nix. Nix wurde es dann auch, es wurde nämlich nix draus. Viele tolle Aufträge trudelten bei mir ein und Hasi und ich haben fast täglich bis 2 Uhr morgens an unserem Hausgrundriss gearbeitet. Unsere Baufirma hatte uns den Preis für unsere mittlerweile 1000000ste Grundrissplanung mitgeteilt und ich wollte zum wiederholten Male alles wild zeternd hinschmeißen, weil es immernoch unseren Budgetrahmen sprengte. Aber Hasi kann gut atmen und ignorieren. Die Reise ging weiter.

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Disco Walking

Heute möchte ich euch eine nocht nicht so bekannte Sportart vorstellen: Disco Walking! Das sieht lustig aus und macht richtig viel Spaß.

 

Eigentlich heißt es Dance Walking, aber Disco Walking hört sich irgendwie mehr funky an. Es ist Draußen wie auch Drinnen möglich. Je nachdem, wie selbstbewußt, abgebrüht, eitel oder ignorant ihr seid. Nach drei Wochen (täglich eine Stunde) habe ich mir beim Abhotten leider den linken Fuß verstaucht.

 

Also mache ich im Sitzen weiter. Auch das geht, und sieht noch cooler aus :)

 

Ich dachte ich hab`s erfunden, aber nein:

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Senbazuru

Die Senbazuru (1000 Kraniche) sind in Japan ein Symbol für Glück und Gesundheit.

Eine Legende sagt: "Tausend Kraniche musst Du falten, dann wirst Du wieder gesund."

 

Kennt ihr die Geschichte von Sadako? Sie handelt von einem japanischen Mädchen, dass tausend Kraniche faltete um wieder gesund zu werden:

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Musenküsse

Inspiration. Ich finde sie in Büchern, schlendere durch Ausstellungen, blättere durch Magazine, klicke mich durch Pinterest und andere soziale Medien, aber die besten Ideen knallen mir durch den Kopf, wenn ich dusche. Es kommt sogar vor, dass ich extra deshalb duschen gehe.

 

Auch Regisseur Woody Allen lässt sich unter der Dusche von der Muse küssen:

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Peace First

Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht, überlegte sich der neue amerikanische König und sprach mit wallendem Haar, entzückendem Kussmund und filigran gestikulierend:

"Amerika First!"

 

Holland fand das so toll, dass es unbedingt Zweiter werden wollte und postete gleich seine Bewerbung. Sowas geht natürlich nicht! Wenn Holland Zweiter sein will, dann wollen wir das auch!

 

Also bewarb sich Herr Böhmermann, stellvertretend für ganz Deutschland, auch für den zweiten Platz. Und damit war der Wettbewerb eröffnet: die Schweiz, Portugal, Belgien, Dänemark usw. zogen nach.

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Kopf oder Bauch

Als ich 21 Jahre alt war, hatte ich einen lieben Freund und war verknallt. In jemand Anderen. Ich musste mich zwischen den Beiden entscheiden und machte eine bescheuerte Liste. Was sprach für den Einen, was für den Anderen? Wer von den Beiden passte besser zu mir? Ich konnte mich nicht entscheiden. Also verliebte ich mich in einen Dritten. Seit 15 Jahren sind wir nun zusammen.

 

Der Wecker klingelt. Manche entscheiden sich sofort aufzustehen. Andere entscheiden sich für die Snoozefunktion und drehen sich im Bett gemütlich noch einmal um. Wir sitzen im Restaurant und entscheiden uns für einen Salat. Der Mann am Tisch gegenüber für eine Nudelpfanne. Eine Managerin entscheidet sich weniger zu arbeiten. Eine Hausfrau entscheidet sich in einem Buchladen zu arbeiten. Die einen entscheiden sich für keine, andere für ein und wieder andere für zwei oder mehr Kinder. Viele Menschen in Amerika haben sich für Donald Trump entschieden. Viele Menschen haben sich gegen ihn entschieden. Entscheidungen. Mal mehr, mal weniger entscheidend.

 

Auch eine nichtgetroffene Entscheidung ist eine Entscheidung. Studien belegen, dass erst ein Zusammenspiel aus Verstand und Bauchgefühl zu einer klugen Entscheidung führen kann.

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Schicksal

Mein Name ist Ela, ich bin 37 Jahre alt und ich bin süchtig nach Liebesfilmen. Richtig schnulzig, mit viel Berg, See, Hach, Du bist die Liebe meines Lebens, dass Schicksal hat uns füreinander bestimmt, Drama nach dem die mega gutaussehenden Romantikfreaks sich endlich das erste Mal geküsst haben und Intrigen, Lügen oder Mißverständnisse sie wieder kurz trennen um dann erlösend übereinanderherzufallen und wenn sie nicht gestorben sind, dann lächeln sie noch heute leicht irre.

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Sterntaler

Als Kind habe ich sehr viele Märchen gelesen, besonders beeindruckt haben mich die Sterntaler, ein klitzekleines Märchen der Gebrüder Grimm:

 

"Ein armes Waisenkind, das außer einem Stück Brot nichts besitzt, geht in die Welt hinaus. Unterwegs verschenkt es sein Brot, dann seine Mütze, sein Leibchen, sein Röckchen und schließlich auch sein Hemdchen an andere Bedürftige. Da fallen die Sterne als Silbertaler vom Nachthimmel, und es hat ein neues, feines Leinenhemdchen an, in das es sie aufsammelt." (Quelle: Wikipedia)

 

Die Moral aus dieser Geschichte ist jedoch ungünstig:

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Stimmung!!!

Weihnachtsstimmung kommt dieses Jahr bei uns nicht so richtig auf. Augen und Herz sind auf das nächste Jahr gerichtet, auf den kommenden Umzug, den Bau unseres Hauses und dem Tschüss Hamburg.

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Yummy

Manchmal denke ich, ich stamme nicht vom Affen, sondern von der Katze ab. Jedenfalls theoretisch, denn Katzen sind mir selbstbewußte Längen voraus. Ich denke den ganzen Tag an Schlafen und Essen und nachts wenn ich schlafen könnte bin ich hellwach und voller ungeduldiger Ideen.

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Eine gute Frage

Tischgespräche mit Mausi haben es oft philosophisch in sich. Letzten Donnerstag am Frühstückstisch: "Mama, was macht einen Menschen zu einem guten Menschen?

Ich: "Mmh..., also ein guter Mensch ist freundlich zu anderen, unterstützt sie, hilft ihnen, ist für sie da, bringt sie zum Lachen." 

Mausi: "Für mich ist ein Mensch gut, wenn er nett ist. Du bist auch ein guter Mensch, Mama."

 

Ein guter Mensch? Eine gute Frage.

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Das geht gar nicht anders

Mausi war in der letzten Woche auf der Suche nach warmen Winterstiefeln. Eine sehr freundliche Schuhverkäuferin zeigte ihr einige Exemplare und Nele verliebte sich sofort in ein Paar Tussilatschen.

 

Die heißen Stiefel standen jedoch ganz schön windig ab an ihren Waden. Wir waren uns uneinig darüber, ob dass jetzt so soll, oder wettertechnisch unangenehm werden könnte. Die nette Verkäuferin mußte ran. Auf die Frage, ob nun zu weit oder nicht, antwortete sie: "Nein, das soll so. Bei so schmalen Kinderbeinen geht das stiefeltechnisch gar nicht anders."

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Hallelujah

Was für eine Woche.

 

Donald Duck wird der nächste amerikanische Präsident.

 

Ein dazu passendes Hallelujah schummerte sich durch die Medien, in Gedenken an Leonard Cohen.

 

Kanada droht ein Flüchtlingsstrom und Deutschland will eine Mauer bauen.

 

Afghanistan war wieder tot und in Sant Diago stinkt es zum Himmel.

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Heller als Beige

Ich bin durcheinander. Ich habe einen Kommentar in einer Onlinewohncommunity gelesen, in dem es um erwachsenwerdenes Wohnen ging. Darum, dass durch ein weiterentwickeln, erwachsen werden der eigenen Person improvisierte Einrichtungsgegenstände, bunte und verspielte Elemente weichen und Geradlinigkeit, Reduktion oder eine gemäßigte Farbpalette einziehen. Erwachsenes Wohnen? Gibt es das? Und wen interessiert das? Und was ist eigentlich erwachsen?

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Spannbettlakenjahrhundert

Das Mausi war vor ein paar Wochen mit ihrer Klasse auf Sylt. Jedes der Kinder hat nun seine Erlebnisse für ein Klassenfahrttagebuch aufgeschrieben. Nach dem Lesen der Geschichten blieb ein ganz bestimmter Teil davon bei mir hängen und immer wenn ich daran denke, lößte er einen Lachanfall aus:

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Neue Ideen

Das Mausi meinte vor ein paar Tagen zu mir: "Mama, Du bist so, so...durchgeknallt! Manchmal denke ich, Du bist wie ein Kind."

 

Ich kann eben selten ernst bleiben, reiße auch in weniger passenden Momenten Witze, habe für jede Flodderei Verständnis, bin ziemlich italienisch (temperamentvoll...also aggressiv) und durch mein gleichzeitiges Perfektionismusgedöns (und vor allem dem Tick, immer alles, wie Sheldon zu Ende bringen zu müssen) entstehen einige clowneske Situationen. Wie in dieser Woche, als ich beschlossen hatte 23 Pakete nicht abholen zu lassen, sondern mit einem Ziehwagen zur DHL-Station zu bringen. Geht ja so schneller. Eigentlich. Und sieht auch noch lustig aus. Nicht.

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Mut und Liebe

Das Wichtigste für ein gesundes Leben sind für mich Selbstreflektion und Liebe.

Beides kann man lernen.

 

Das erfordert Mut. Mut dazu, sich emotional zu öffnen, nackt zu sein. Wer nackt ist, fühlt sich klein und angreifbar. Und manchmal sogar dumm.

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Konfettiregen

Moin Moin! Wußtet ihr, dass negatives Denken evolutionsbedingt ist? Um z.B. nicht über einen Ast zu stolpern und sich die Birne anzuhauen, ist es schon sinnvoll, sich vorher über einen eventuell heimtückischen Ast unter einem Laubberg Gedanken zu machen. Negatives Denken ist überlebenswichtig. Um jedoch voranzukommen, sich weiterzuentwickeln, ist postives Denken Vorraussetzung. Ich habe in einer Dokumentation über einem Mann, der 1 Jahr ohne Geld und ohne Zelt quer durch Deutschland unterwegs war auf die sinngemäßen Fragen: "Was machst Du, wenn du mal nicht so gute Erfahrungen dabei machst? Wie wirst Du damit umgehen? Hast Du Angst, dass Du Dein Projekt abbrichst?", folgende Antwort gehört: "Es ist doch immer eine Frage, wie man mit Erfahrungen umgeht, wie ich sie bewerte und vorallem einordne. Ich finde jede Erfahrung ist gut. Jede Erfahrung bringt mich weiter."

(Quelle: ZDF Mediathek, 37 Grad, 13.09.2016)

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Herzensangelegenheiten

Hallöchen meine Lieben! In der letzten Woche habe ich hauptsächlich geschwitzt. Aus Überzeugung. Aus Überzeugung, dass jetzt Herbst ist. Und wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann zieh ich Strumpfhose und Ankle Boots an. Für heißen Tee war ich dann aber doch zu weich. Seit gestern weiß ja nun auch auch das Wetter Bescheid und ich freue mich auf meine Strickjacken, Kerzen und romantisches Stubenhocken!

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Kinder, wie die Zeit vergeht!

Hallo meine Lieben! Da bin ich wieder! In den letzten Sommerwochen ist viel passiert: Wir haben uns entschieden ein Haus zu bauen. Und aus Hamburg wegzuziehen. Hasi hat seit einer Woche einen Job in unserem neuen Wohnort und Mausi und ich schlagen uns somit in der Woche alleine durch. Hasi pendelt nur am Wochenende zu uns nach Hamburg. Das machen wir jetzt 10 Monate so und dann sitzen wir alle wieder auf demselben Sofa, streicheln zwei rote Katzen und gehen am See spazieren. Das ist der Plan.

 

Noch fühlt es sich komisch an, so ohne tagtäglichen Mann. Das hatte ich das letzte Mal vor...lasst mich mal kurz rechnen...äh...15 Jahre Hasi, Exfreund, Affairen, noch ein Exfreund...äh...noch ein Exfreund, ah ja, da: mit 18, also vor 18 Jahren. Oh. 

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Träumst Du schon, oder bist Du noch zufrieden?

Hallo meine Lieben!

 

Ich lese gerade das Buch von Judith Wilson "So geht Wohnen" (Callwey Verlag). Darin steht unter anderem, dass man beim Einrichten seine individuellen Wohnträume zunächst visualisieren sollte, um dann zielsstrebig daraufhinarbeiten zu können. Da sich nicht jede Idee realisieren lässt, aus finanziellen, räumlichen oder anderen Gründen, sollte der Träumer Alternativen oder zumindest Prioritäten rausarbeiten um schließlich das "übergeordnete" Ziel zu erreichen.

 

Ich hatte noch nie einen Traum. In meinem Leben ergab eins das andere. Ich habe meistens schon genau überlegt, ob dass was sich ergab sich auch richtig anfühlte und habe entsprechende Entscheidungen gefällt. Aber Träume, so wie: Wenn ich groß bin möchte ich Bücher schreiben, eine Märchenbraut sein, eine Familie gründen, Karriere machen, ein Haus bauen, fremde Länder bereisen, auf einer Bühne stehen, anderen Menschen helfen, die schnellste Läuferin der Welt sein, auf den Mond fliegen etc. Nö.

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wo liebe ist. ist glück

Moin meine Lieben!

 

Am Donnerstag schaute ich mir eine amerikanische Fernsehserie an, in der ein Psychopat grausam mordet. Am Freitag nochmal. Eine Nachrichtensendung. Der Mörder überfuhr in Nizza mit seinem LKW in voller Absicht einen Menschen nach dem anderen. Ihr Leben zieht an mir vorbei, ich sehe ohnmächtige Angehörige, geschockte Augenzeugen, blutigen Matsch.

Noch mehr Matsch sah ich ein paar Stunden später im türkischen Fernsehen.

Anderes Land, gleiche Verzweiflung.

 

Schreien könnte ich. Schreien nach Liebe.

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Große Seelen dulden still

Hallo meine Lieben!

 

Bin ich eigentlich geduldig oder ungeduldig, wenn ich wie gestern beim Staubsaugen der Handtuchheizung im Badezimmer eine feuchte Socke nach der anderen wegsauge?

 

Mein Wochenthema diese Woche: Geduld. Liegt mir nicht. Hat sich etwas in meinem Kopf festgesetzt, dann kann ich ganz schlecht warten. Als ich Kind war, mussten die Leute noch 10-20 Jahre auf ihren Trabi warten. Heute steht ein neues Auto spätestens zwei Wochen nach der Idee vor der Haustür. Dauert die Lieferung einer Onlinebestellung länger als 3 Tage tränen bei vielen schon die Augen und die Hände zucken nervös richtig Laptoptastatur. 

 

Wikipedia definiert Geduld so: "Das Wort Geduld (auch altertümlich: Langmut) bezeichnet die Fähigkeit zu warten. Oft gilt Geduld als eine Tugend; ihr Gegenteil ist die Ungeduld. Als geduldig erweist sich, wer bereit ist, mit ungestillten Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen zu leben oder diese zeitweilig bewusst zurückzustellen. Diese Fähigkeit ist eng mit der Fähigkeit zur Hoffnung verbunden. Geduldig ist auch, wer Schwierigkeiten und Leiden mit Gelassenheit und Standhaftigkeit erträgt." (Wikipedia)

 

Ich möchte eine neue Stadt. Frischen Wind. Der kann meinem fast fertigem Grundschulkind zuliebe aber erst in einem Jahr wehen. Geduldig warte ich. Schaue mir Städte und Eigentumswohnungen an, richte sie am Laptop ein, lerne Kataloge und das Baumarkstsortiment auswendig. Geduldig überlege ich, ob mit oder ohne Vorhänge...ganz geduldig... ;)

 

Als wir am letzen Wochenende bei meinen Schwiegereltern waren, bin ich mit Mausi noch mal schnell zum Auto, um etwas zu holen. Ich klimper auf der neuen Fernbedienung zum neuen Auto herum und nix tut sich. Einen Wimperschlag später, drücke ich meinem 8jährigen Kind die Bedienung in die Hand und sach: "Mach Du mal!" Die schüttelt den Kopf und macht. Wie Papa sonst auch. Für Geduld bin ich nicht zuständig. Tolles Vorbild. Ich kann nur grob und schnell. Aber ich besser mich. Geduld kann man ja lernen - habe ich in einem Artikel der Welt gelesen. Und weiter:

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Das Leben ist ein Meer

Hallo meine Lieben! Während ihr den Artikel hier lest, bin ich auf der Hochzeit meiner Cousine. Oder durch. Richtig durch wahrscheinlich. Bin ich eigentlich jetzt schon. Die Woche war...ja...also...interessant.

 

Am Anfang der Woche bin ich zum Kinderarzt getigert, um für das Frollein eine Überweisung für einen sehr zeitnahen Termin bei einem anderen Arzt zu holen. Die Frau hinterm Tresen meinte, das Kind sei drei Jahre nicht mehr in der Praxis gewesen, da gibt`s keine Überweisung, der Doktor müsse vorab das Kind sehen. Ich entschuldigte mich also, dass meine Tochter einfach nicht krank werden will und fragte sie nach dem Warum. "Iss so," sagte sie. Das leuchtete mir dann auch ein. "Aus Quartalsgründen kann ich Ihnen sowie keine Überweisung ausstellen, in zwei Tagen beginnt nämlich der nächste Monat," schiebt sie hinterher. Und dann zieht sie die Krankenkarte durch und stellt fest, dass die gar nicht mehr gültig ist. Läuft.

Wir einigten uns darauf, dass wir erstmal den Termin beim anderen Arzt wahrnehmen und die Überweisung nachreichen.

Zuhause las ich dann, dass dieser Arzt gar keine Überweisung braucht. Nur die Krankenkarte. AAAAAHHHHHH!!!

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Mach Dir selbst ein Bild

Hallo meine Lieben! Seit 4 Wochen bestelle ich Kleider. Seit 3 Wochen ernähre ich mich vergan. Seit 2 Wochen suche ich nach einem neuen Zuhause außerhalb von Hamburg und stelle mir das Leben in einer Kleinstadt vor. Seit einer Woche überlege ich ob ich mir die Haare im Ombrè-Look färbe und seit heute denke ich darüber nach, ob der Brexit erst der Anfang war und vielleicht auch sinnvoll. Irgendwann muss dieses pseudodemokratische System doch zusammenbrechen.

 

Mein schlauer Freund Google hilft mir beim überlegen. Google weiß alles: Wo bekomme ich ein Kleid her? Wie sehen andere Frauen in dem Kleid aus, dass ich bestellen möchte, könnte es auch zu mir passen?

Welche Erfahrungen haben andere mit der veganen Ernährungsweise gemacht? Was essen die zum Frühstück? Gehen die Pickel im Gesicht wieder weg?

Welchen Unterschied gibt es zwischen dem Leben in der Großstadt und der Kleinstadt? Beim durchzappen der vielen Erfahrungsberichte rasselt `Spiel mir das Lied vom Tod`durch meine verunsicherte Birne.  

Mit Google Maps stehe ich direkt vor der Traumwohnung, laufe die Straßen entlang und schaue, wo ich die Frühstücksbrötchen kaufen kann und wie weit der Weg zur Schule ist.

Wie sieht so ein Ombrè-Look bei Drew Berrymore aus? Und sehe ich wie Drew Berrymore aus?

Ist der Brexit vielleicht der erste Schritt in eine neue Welt?

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Dicke Worte

Hallo meine Lieben! Im nächsten Leben bin ich schlank. Wisst ihr Beischeid. Da kann sich jetzt schon mal jemand von Euch freiwillig dick melden. Ich mach das nicht nochmal.

Heute iss nix mit fritz & froh. Heute iss sauer.

Ich habe diese Woche mal zusammengerechnet wieviel Kilos ich in meinem 36jährigen Leben schon ingesamt abgenommen habe: ca. 100 Kilo. Und wieder zugenommen.

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Eine Frage des Stils

Moin Moin! Wie ihr vielleicht schon wisst, habe ich bei SoLebIch einen tollen Sofabezug von Bemz für unser Söderhamn gewonnen. Ich konnte mich lange nicht entscheiden, welches Muster bzw. welche Farbe ich nehmen sollte. Erst dachte ich an hellgrau, dann an knallrot, oder doch lieber beige oder mit wildem Blumenmuster oder mit feinen schwarzen Streifen...oder...oder...die Entscheidung war sehr schwierig. Ich bin ja noch auf der Suche nach meinem Stil, und der kann sich somit täglich ändern. An manchen Tagen mag ich es knallbunt, an anderen mag ich es lieber ganz sanft und natürlich. Manchmal mag ich Bauhaus, manchmal Jugendstil. Und am nächsten Tag mag ich eine Kombination aus beidem. Deshalb fiel meine Wahl am Ende ganz langweilig, aber für mich persönlich sinnvoll aus: Weiß. Ich bleibe dabei, denn dazu passt einfach alles.

 

Während ich mit Hasi das Sofa 3 Stunden schweißtreibend neu bezog, fragte ich mich wie man eigentlich seinen Stil findet.

Rebekka Reinhard (Philosophin und Autorin) äußert sich in der Brigitte dazu wie folgt: "Er entwickelt sich, denn er hat viel mit Geist, Haltung, Lebenserfahrung zu tun. Deswegen können Kinder noch nicht stilvoll sein und It-Girls auch nicht - sie sind bestenfalls modisch. Stil kann man nicht kopieren, aber man kann sich inspirieren lassen. Und einen eigenen Stil kann man entwickeln, wenn man an seiner Persönlichkeit arbeitet."

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Alles für die Katz

Hallo meine Lieben! Vor ein paar Wochen haben wir beschlossen: wir möchten unbedingt zwei Katzen. Und weil wir es schöner finden, wenn die beiden auch raus können, brauchen wir also ein Haus. Ganz langsam haben wir begonnen aktiv nach einem Haus zu suchen. Erstmal nur gucken. Ernst würde es erst ab Dezember werden, wegen der Schulanmeldung für`s kommende Jahr. Da kommt Nele in die 5. Klasse und deshalb für uns persönlich die einzige Möglichkeit noch einigermaßen sauber aus der Sache rauszukommen, auf `ne andere Schule muss sie ja dann sowieso. Unsere erste Hausbesichtung war echt ein Hauptreffer, wunderschöne zentrale Hamburger Lage, wunderschönes Haus, ganz toll noch mit originalen Dielenböden, Fenstern und Türen. Und teuer. Und mit einem noch größerem Haken: Mindestpreis mit Höchstgebot. Toll. Da stiefeln wir also mit mehreren Reisebussen durch das fast letzte verkäufliche und gut gelegende Haus in Hamburg und weil das an Demotivation nicht reicht, noch schön ein Preisgehetze obendrauf. Nein Danke!

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Hello Summer!

Hallöchen! In dieser Woche habe ich nix Schreibbares erlebt, weil ich mir den Ischiasnerv so fies eingeklemmt habe, dass auch noch ein Hexenschuss meinte, er müßte bei der Party mit dabei sein. Also habe ich die ganze Woche flach gelegen, gejammert, und mich wie eine alte Omi gefühlt. So langsam geht es aber wieder und ich kann diese Zeilen im Sitzen schreiben. Wenn man ein paar Tage nur in der Bude hockt, fühlt sich das Leben irgendwie wie durch eine Milchglasscheibe an, oder? Zum Glück hatte ich das passende Wetter dafür. Schön Regen und kalt.

Das wird ja nun wieder anders und nächste Woche ist schon Juni. Aus dem Biergarten unserer Wohnung duftet es gerade lecker nach Pommes, Gläser klimpern und die Leute schnattern. Herrlich! Bald ist ja Fußball und dann wird unten auch wieder kräftig gebrüllt und gefeiert. Ich mag das sehr. Hello Summer, sach ich nur!

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Laut und leise

Moin meine Lieben!

Es ist Mai, die Bäume sind sonnengrün und ich hocke in meiner Stadtwohnung und überlege, ob so ein Stadtleben nicht völlig am Ding vorbei ist. Ich denke darüber nach, ob es Sinn macht, sich mit vielen unbekannten Menschen einen Rasen zu teilen, um zwischen Autolärm und Hundekot zu picknicken. Ob es Sinn macht, mit meinen beiden Lieben 4 kleine Zimmer zu teilen, ohne Flucht nach draußen. Ohne einfach mal alleine durch den Wald zu laufen oder über eine Wiese zu spazieren. Ohne das Nele frei auf Wiesen und Feldern rumbutschern kann.

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Loslassen

Moin, moin meine Lieben! Sind Mütter da? Ja? Na dann alles Gute zum Muttertag meine Lieben! Und ein paar mütterliche Gedanken:

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Nich mehr alle Teller im Schrank

Hallo meine Lieben!

Letztes Wochenende war ich mit Hasi und Mausi auf dem Osterstraßenfest, gleich bei uns umme Ecke. Da gibt es jedes Jahr viele Flohmarktstände, Pommes, Trampolin und dieses Jahr: Hagel, Schnee und Regen. Auch schön. Es war nicht so überfüllt wie sonst und Sitzplätze an den Büdchen gab es auch genug. Die konnten wir zwar so nass nicht nutzen, aber manchmal reicht ja auch die Möglichkeit. Und wie jedes Jahr sah ich diesen älteren Mann, gegen den Strom laufend, mit offenem, kurzärmeligem Hemd, dick behaarter Brust und einer fetten Goldkette um den Hals. Und wie jedes Jahr dachte ich:

Ich wäre auch gerne so.

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Worte zum Sonntag

Hallo ihr Lieben! Nach wilder Loserei haben wir einen Gewinner:

Ulli (Hej Hanse), Du hast die PAPRJOSCHKA`s gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Ich danke Euch allen für Eure Teilnahme und Eure schönen Kommentare!

 

Was habe ich denn so getrieben in dieser Woche? Mmh...ich war Schuhe kaufen. Hippster-Dinger. So hässlich, dass sie schon wieder schön sind. Und lenken vom Gesicht ab. Nele fand sie potthässlich. Aber es kann ja auch nicht jeder so einen guten Geschmack haben. ☺

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Verlosung: Gewinne 1 Bastelset PAPRJOSCHKA!!!

Hallo meine Lieben!

Habt ihr Geschwister? Ich habe eine kleine Schwester. Sie ist nur 1.59 cm klein. Haha, ich hoffe mein liebes Lesterschwein, ähhh, Schwesterlein liest hier nicht gerade mit.

 

Wir sind total verschieden, äußerlich wie Schneeweißchen und Rosenrot. Nich, dass bei dem einen oder anderem märchenhafte Bilder entstehen...also genauer: Schneeweißchen und Rosenrot in Jeans, mit Kurven und in den 30gern.

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Ich hab`n Vogel

Hallöchen meine Lieben!

Ich hatte Euch ja vor vier Wochen geschrieben, dass ich weniger Fleisch essen möchte.

Daraus ist nix geworden. Ich bin eben der Alles-oder Nix-Typ, also habe ich ganz auf Fleisch verzichtet. Und ich habe mir im Internet vegane "Ersatzprodukte" für Käse und Fleisch usw. bestellt, um dann im beigelegten Magazin zu lesen, dass sich Veganer gar nicht davon ernähren. Also kein Sojakäse, sondern Nüsse, Samen, Linsen, Gemüse usw. als Eiweißlieferanten. Da ich das Zeug nun aber schon gekauft hatte, habe ich mich durch alles durchprobiert und für BÄÄÄÄÄHHHH!!!! befunden. Ganz fies schmeckte der vegane Quark: MEGABÄÄÄÄHHHH!!!

Der Sojakäse rollte sich nach 5 Minuten an der Luft ganz hübsch nach oben und runter ging er bei mir auch nicht. Bei Mandelreisundsojamilch in meinem Malzkaffee schüttelt es mich.

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Wortschöpfungen

Hallo meine Lieben!

In der letzten Woche habe ich mich besonders über einige neue Wortschöpfungen gefreut.

Die erste begegnete mir beim Schauen des Vorabendprogramms im Fernsehen (was ich endlich mal wieder schauen konnte, weil das Frollein im Urlaub bei Oma und Opa war, um dann festzustellen, dass es gar nix Dolles im Vorabendprogramm gibt, ich gar nix verpasst habe seit 5 Jahren und ich nun beruhigt mit Nele zusammen weiterhin Violettateenieschickimickigedöns schauen kann):

 

"Ich spreche fließend Sarkastisch!" lautete der köstliche Satz.

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Osterscherze

Hallo meine Lieben!

Um so älter das Kind, um so schneller ist Ostern vorbei, oder? Das Frollein rennt beim Ostereiersuchen immer von Ei zu Ei und hat in 5 Minuten alle gefunden. Sehr frustrierend für uns Osterhasis, besonders wenn wir am Abend davor feixend, händereibend und mit großem Hihi ein Ei verstecken und Nele es mit arrogenatem Haha in weniger als einer Sekunde ausbuddelt, schnell ins Körbchen schmeißt und weiter rennt.

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Papierfleisch statt Tierfleisch

Hallo meine Lieben!

Letzten Sonntag gab es bei uns Brathähnchen. Das Frollein untersuchte ihre Keule wie immer sehr genau, verschlang die knusprige Haut und fing an zu mäkeln: "das Fleisch esse ich nicht, da sind so rote Adern drin." "Mhh, ja, danke", sagte ich, "jetzt mag ich auch nicht mehr."

Fleisch das nach Tier aussieht, da kann einem ja nur übel werden, oder? Die durchgedrehte, aus irgendwelchen Fleischresten und anderem Antibiotikagedöns gefüllte Wurst haut die sich rein.

Und ich auch.

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Frühlingsgefühle

Hallo meine Lieben!

Übermorgen ist März und somit Frühling. Kalender und Wetter wissen von nix, ist mir schnurzpiepegal. Länger kann ich echt nicht warten. Die blühenden Krokusse vor unserem Haus auch nicht. Ich mach mir die Welt, widi widi wie sie mir gefällt...träller!!!

Auch im Esszimmer. Ich wollte eine gepunktete Tapete, aber nicht tapezieren und deshalb habe ich mir schnell eine mit Markierungspunkten geklebt.

Der Osterhase hat auch ganze Arbeit geleistet und den Druckerschrank versteckt. Wenn ihr also jetzt länger auf Eure Bestellungen warten müsst, ist das nicht meine Schuld.

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Würde?

Hallo meine Lieben!

 

Am letzten Dienstag hörte ich beim Arbeiten eine Stimme. Sie kam von draußen, polternd und anklagend. Und sehr laut. Ich riß neugierig das Fenster auf und sah einen alten Mann, mit langem Bart, schwarzem Mantel und derben Stiefeln. Er wartete an der Straße und um ihn herum standen 15 Beutel. Ich überlegte wie er die ganzen Beutel wohl tragen konnte. Alle aufeinmal ging unmöglich. Also nacheinander? Der Mann war anscheinend obdachlos und sein ganzes Hab und Gut stand um ihn herum auf dem Gehweg. Er fing an die Beutel nacheinander über die Straße zu bringen. Die Situation kam mir sehr entwürdigend vor. Währenddessen brüllte der Mann Worte, die ich kaum verstehen konnte und dann fing er an zu rufen: "Die Würde des Menschen ist unantastbar!" Ich bekam eine Gänsehaut.

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Life is a Wishconcert

Hallo meine Lieben!

Wer von Euch hat eigentlich seinen Teller nicht leergefuttert? Also ich war es nicht, das ist sicher. Und nun haben wir den Salat: graue Wolkensuppe als Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise. Bäh!

Ich will Grün und Sonne. Aber wie sagt man so schön: "Life is not a Wishconcert!" Nich? Doch!

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Babyschlabberfarbe Teil II

Hallo meine Lieben!

Das Frollein und ich waren in dieser Woche ohne Aufsicht.

Hasi war weg. Auf Dienstreise in Norwegen.

Ich habe den Müll nicht getrennt, die Spülmaschine wild eingeräumt, bin erst morgens ins Bett gegangen und ungeschminkt mit zerzausten Haaren umhergelaufen, wir haben viel herumgealbert, Abendbrot vor dem Fernseher gegessen und ich habe die Bude wie verrückt umgeräumt, dabei alles in Babyschlabberfarbe eingedönst, eine Rahmenglasscheibe und eine Tasse zerdeppert, mir nen Hexenschuss zugezogen und mir fast den Daumen beim Tulpenschneiden abgesäbelt.

Und Hasi ganz dolle vermisst.

Gut das Annika, äh...Hasi wieder da ist.

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Babyschlabberfarbe Teil I

Hallo meine Lieben! Rauchblau (Serenity) und Rauchrosa (Ròse Quartz) - das sind also die Farben des Jahres 2016. Das hat das Pantone Institut herausgefunden. Iss so, weil Mode. Wenn mich eine Mode inspiriert dann bin ich dabei! Diese Farbkombination fand ich auf den ersten Blick jedoch merkwürdig, so babyschlabberig. Auf den zweiten Blick fand ich die Kombination umwerfend. Sie wirkt so schön frisch und fröhlich.

Mag ich.

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Open your Eyes

Hallo meine Lieben!

 

Viele meiner Entwürfe, Illustrationen und Texte sind humorvoll. Mich hat Humor schon immer sehr fasziniert. Bereits als Kind habe ich die witzigen Pointen von Herricht & Preil, Heinz Erhard, Jürgen von der Lippe und Fips Asmussen aufgesogen. Ich habe die Kassetten und CD´s so oft gehört bis ich sie auswendig konnte. Jemanden zum Lachen zu bringen, gemeinsam zu lachen, finde ich einfach herrlich.

Warum eigentlich?

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Karneval

Hallo meine Lieben!

Iss ja bald Karnevall. Richtig ernsthaft, wie in Köln oder Düsseldorf, albert so ein spröder Hamburger Fischkopp selbst dann nicht rum.

Woher kommt eigentlich dieses Vorurteil? Und stimmt es überhaupt? Liegt es daran, dass es in Hamburg bei jedem Wetter regnet? Oder an der rauhen See? Also am rauen Fluß. Bei Hansestadt Hamburg denken ja die meisten an viel Wasser. Aber die Elbe ist kein Meer, das meiste Wasser kommt in Hamburg wohl doch eher von oben.

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O2

Hallo meine Lieben! Ich danke Euch sehr für Eure lieben und zahlreichen Kommentare zum Gewinnspiel vom letzten Sonntag! Den Kunstdruck "Glücksklee" hat Paulina gewonnen! Herzlichen Glückwunsch! Schick mir bitte Deine Adresse an post@fritzundfroh.de!

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Glücksspiel!!!

Hallihallohallöle meine Lieben! Frohes Neues!

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Frohes Fest!

Hallo meine Lieben!

 

Das Frollein hat`s am letzten Samstag ja wieder rausgehauen: Wir sitzen am Esstisch, ich schaue raus und sehe wie die Stadtreinigung das längst überfällige Laub einsammelt und sage: "Mensch, jetzt machen die endlich das olle gammelige Laub weg, da warten die echt bis zum Letzten!" Sacht die kleene Bummelliese: "Wieso auf mich?"

Hach ja, herrlich!

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Pragmatische Weihnachten

Hallöchen meine Lieben! Am letzten Wochenende haben uns meine Schwester und ihr Freund besucht.

Die Männer sind zum HSV-Spiel gegangen und wir drei Mädels wollten auf den Weihnachtsmarkt.

Natürlich nicht zum besinnlichen Bummeln, dass geht bei uns nicht. Nach 5 Minuten Reizüberflutung ist jeder Schlendrian dahin.

Nein, wir sind da ganz realistisch an die Sache herangegangen und haben uns von vornherein auf das Essen konzentriert. Ziele braucht der Mensch!

 

Currywurst Pommes, dann Schmalzgebäck und wir befanden uns wieder auf dem Rückweg. Meine Schwester schaute auf die Uhr, und stellte fest: mit Hinweg waren wir in 30 Minuten durch. Das nenn ich mal effektiv! Wie war der Spruch nochmal: So eine Figur hat man nicht einfach so, da braucht man Disziplin! Da muss man Abends vor dem Fernseher auch mal was essen!

Statt Weihnachtsmelodien umwölkte der besinnliche SingSang des kleinen Frolleins unsere gefräßigen Gemüter: "HSV, die Loooooser der Ligaaaa!"...in Endlosschleife.

Läuft!

 

Genauso schnell, aber ohne aus dem Haus zu müssen (naja, nachdem ihr die Zutaten eingekauft habt) geht mein easypeasi Weihnachtstiramisu. Das bekommen unsere Gäste am zweiten Weihnachtsfeiertag vorgesetzt. Megalecker!

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Wünsche

Hallo meine Lieben! Der Wladi iss kein Weltmeister mehr. Habt ihr den Boxkampf am letzten Samstag gesehen? Wladimir Klitschkomichhautnixumichkannalles hat seinen Weltmeistertitel abgeben müssen.

 

Sein Herausforderer Tyson Fury hat ihn nähmlich platt gemacht. Ach nee, dass war jemand anderes.

"Das war Gott!" hat Fury nach dem Kampf gesagt.

Er habe sich von Gott den Sieg gewünscht und natürlich hat er ihn dann auch bekommen.

Vielleicht hat er das verwechselt und eigentlich den Weihnachtsmann gemeint?

Ich wünsche mir jetzt auf jeden Fall `ne neue Handtasche.

 

Ich glaube ich war fast so fassunglos wie Wladi. Der sah nach dem Kampf aus, als hätte man ihm seinen Lieblingsteddy weggenommen. Dr. Steel Hammer, völlig behämmert, blutend und nach elf Jahren zum ersten Mal ein Verlierer. Aber nützt nix, da muss er jetzt nochmal ran und sich dann wie Fury das richtige wünschen, und nicht weiße Weihnachten.

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Salagne

Hallo ihr Lieben! Wat will die jetzt mit Salagne, fragt ihr Euch bestimmt.

Kennt ihr nicht? Ich liebe Salagne! Das Frollein seit letzten Samstag auch. "Mmh...lecker die Salagne", sacht se.

 

Ich habe als Kind und Teenie ziemlich schnell geredet, und mich bei Aufregung schnell verhaspelt.

Immer wenn ich im Restaurant Lasagne bestellen wollte, bin ich vor lauter Uffregung ins Stolpern gekommen beim Sprechen. So wie bei Regisseur.

 

Dem Frollein passiert das nicht, die hat nen anderen Schaden. Denkt sich eigene Worte aus, und wenn die Mutti dann mit "nee, so spricht man das nicht aus" um die Ecke kommt, schürzt die die Lippen und zuckt mit den Schultern "Ich sag das so!" Deshalb heißt Lasagne eben auch Salagne und wenn, winn und winn Nele das hier irgendwann mal liest, dann wird sie sauer. Aber ich mach das trotzdim.

 

Und eigentlich hat sie ja auch Recht, wer bestimmt das denn, dass das Lasagne heißt und nicht Salagne? Daumen hoch für die Kreativität! Egal ob man sich dann noch mit anderen verständigen kann, hauptsache Hauptsache!


Auf die Idee hätte ich als Kind auch mal kommen sollen. Auch wenn mich dann keiner verstanden hätte. Aber das hätte dann nicht an mir, sondern am falschen Wort gelegen und das ist ja nicht mein Problem.

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Jippie, ich bin introvertiert!

Wer noch? Vor ein paar Tagen sach ich zu Hasi: "Ich bin am liebsten alleine."

Upps. Das hört sich ja echt hart an. Meine arme Familie. Ich muss bekloppt sein.

 

Nicht normal. Naja, dass hoffenlich wirklich nicht.

Aber bekloppt bin ich auch nicht. Ich habe einen Test gemacht. Wer auch möchte, büddeschön: Test

 

Ich bin nur introvertiert. So wie die Hälfte der Menschheit. Als introvertierter Mensch ist man einfach gerne alleine. Und sehr glücklich damit.

 

In unserer Gesellschaft ist diese Tatsache jedoch nicht cool. Gar nicht cool.

Cool ist wer mit tausend besten Freunden, 365 Tage und das ganze Jahr unterwegs ist, selbstverständlich tiefenentspannt einen Vortrag vor 100 Millionen Menschen hält und auf einer Party mit jedem Fremden 4 Stunden über das Wetter redet.

 

Mag ich alles nicht. Ich grübel lustig über neue kreative Projekte, schreibe Gedichte und lese stundenlang Bücher. Ich quatsche und lache super gerne mit wenigen Leuten, richtigen Themen oder richtigem Blödsinn.

 

Einsam? Nee, einsam bin ich gar nicht. Einsam fühle ich mich oft unter Menschen. 

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Sommersprossen

So eine verdammte Scheiße! Schon wieder Tod. Sichtbar. Für alle. Verdammt, wann hören wir denn endlich auf damit?  Wir haben gelernt aufrecht zu gehen, Feuer zu machen, Hütten zu bauen, Getreide anzubauen, zu schreiben, Flüsse umzuleiten, uns die Zähne zu putzen, Schiffe, Autos und Flugzeuge zu bauen, mit dem Rad die Wüste zu durchqueren, Filme zu drehen, rote Teppiche auszulegen, auf den Mond zu fliegen, Handys und Computer zu konstruieren, und viele andere Dinge mehr.

Wir hatten auch viel Zeit. 2 Millionen Jahre.

Aber eins haben wir nicht gelernt. Miteinander zu leben. Die Vorraussetzung dafür ist jedoch, die Ressourcen (emotionaler und materieller Natur) die uns zur Verfügung stehen gerecht zu verteilen. Mir geht es gut. Sehr gut. Anderen nicht. Aber das ändert nichts daran, dass man Feuer nicht mit Feuer bekämpfen kann. Aber irgendwem wird das bestimmt was nutzen, dass das Feuer weiter brennt.


Und ich zeichne hier was mit verschossen und Sommersprossen...doch eigentlich sollte es genau darum gehen in dieser, unseren Welt!


Bevor mich der Tod der vielen Menschen in Paris sehr traurig gemacht hat, habe ich den folgenden Blogartikel geschrieben. Das Schöne heilt die Seele. Und deshalb geht das Leben weiter, damit die Wunden heilen können. Und Narben bleiben.


Die letzte Woche war sehr aufregend für mich, weil unsere Wohnung gleich zweimal hintereinander, also für zwei Magazine fotografiert wurde. Ich habe geputzt wie bekloppt und zwei Minuten vorher habe ich mich dabei ertappt, wie ich anfing die Äpfel in der Obstschale in Position zu drehen. Wäre die Fotografin nicht pünktlich gewesen, ich hätte auch noch den Zucker sortiert. Die meisten Dinge, blieben für das Shooting wie ich sie hingestellt hatte, einige Dinge wurden für das Foto anders positioniert, wie z.B. die Stühle am Esstisch. Und weil mir die Anordnung so jetzt auch besser gefällt, bleibt sie so.

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Matrjoschka Adventskalender

 

Meine Adventskalenderzuckerpuppen sind aus dem Schrank gehüpft, haben sich ordentlich vollgestopft und warten nun auf die Weihnachtsmusik. Das wäre ja was für mich, wenn Lebkuchen direkt vor meiner Nase liegen würde und ich dürfte es drei Wochen nicht anrühren. Ach ja...darf ICH ja auch nicht. ☻

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Buuuh und ein Gewinnspiel

 

War ja gestern Hellowien wa? Mausi hat noch kurz vorher im Lexikon nachgeschlagen, woher dass eigentlich kommt und was das überhaupt ist. Hängengeblieben ist bei ihrer Recherche, dass das was mit AllerGEILIGSTEN :)) zutun hat. "AllerGEILIGSTEN?" fragte ich erstaunt und prustete los. Was? Naja, wenn sie das in einem Lexikon gelesen hat, dann muss das ja stimmen. "Lesen 6, setzen!" sach ich hinterher.

In gruseliger Aufmachung und strategisch organisiert ist sie mit ihrer Freundin losmarschiert und hat die Kneipen, Kioske, Blumenläden und Kaffeeläden ausgeraubt. In Wohnhäuser gehen die schon lange nicht mehr, dafür muss man ja klingeln, Treppenlatschen und vor allem ist die Ausbeute viel zu gering. Nee, nee, die gut vorbereiteten Läden sind da viel besser geeignet.

 

 

Soo, hamwe...jut, also weiter: Gewinne, Gewinne, Gewinne!

 

Ich verlose:

1x die Bremer Stadtmusikanten und den dazugehörigen Kunstdruck (A3, ohne Rahmen)!

Beim entwickeln der Illustrationsidee bin ich auf die feinen, natürlichen Holztiere gestoßen, die ihr hier kaufen, oder aber bei mir gewinnen könnt. Schreibt mir bitte unten ins Kommentarfeld, ob ihr am Gewinnspiel teilnehmen möchtet. Mitmachen könnt ihr bis zum 07.11.2015! Wer gewonnen hat, erfahrt ihr nächsten Sonntag!

Ich wünsche Euch viel Glück!

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Dekoideen mit Neonfarben

In der letzten Woche habe ich mich mal wieder mit dem kleinen Frollein gekabbelt und dann fing die plötzlich an komisch zu werden und beleidigte mich. Ich keifte zurück: "Geh doch die Leberwurst beleidigen!" Das machte sie dann auch gleich, lief zum Kühlschrank und beleidigte die Leberwurst: "Du dicke fette Sau Du! Blödes Ding...schei...!"

Da mein liebes Töchterlein also sinnvoll beschäftigt war, konnte ich in aller Ruhe die Wohnung ausmisten und wieder einmisten :)

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Vogelhäuschen

 

Ich habe in der letzten Woche etwas getan, was ich überhaupt nicht leiden kann und ich verspreche mir hier und heute, dass ich das auch niiiiieeee wieder tun werde!

Ich habe mir letztes Jahr einen großen Setzkasten gekauft, ein Häuschen für meine Holzvögel. Damit sie im Herbst nicht in den warmen Süden fliegen müssen :)

 

Das Setzkastenhaus war holzfarben als ich es in einem Laden abgeschraubt habe, um es für die Hälfte des Verkaufspreises mitnehmen zu können. Die Holzvögel waren somit im Häuschen kaum zu sehen und ich habe mich ein Jahr vor dem Besprühen gedrückt.

ZURECHT!!!

Ich habe gesprüht wie ne Irre, die Lacknasen liefen, der Raum war in eine weiße Sprühwolke getunkt, ich konnte deshalb kaum was sehen, die Dose reichte nur für ein Viertel des Hauses und der Dielenboden war, trotz großräumiger Abdeckung, weißer als das Haus. Und schön klebrig. Ahhh! Nee, das ist echt nicht meins.

Mit nem Pinsel lief es dann umso besser: nach dem 7. Mal überstreichen war alles tippitoppi weiß.

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Maritimer Wohnzimmerstyle

 

Herbst ist ja erstmal Wetter. Wenn Mausi mich morgens fragt, ob sie was Warmes oder was Kaltes anziehen soll, dann wird es Herbst. Farbtechnisch kann mich der Herbst ja mal, orange und braun sind gar nicht meine Farben. Bei mir wird´s blauer.

 

Und ich möchte Wolle und Kerzen. Und Tee und Goethe und Ibsen. Jedes Jahr im Herbst lese ich alle meine geschnörkelten Bücher und immer ein neues dazu.

 

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Ideen für einen sommerlichen Geburtstagstisch

 

Heute wird es lecker und mit Rezept. Weil das Mausi ja nun auch schon mit dem Älterwerden anfängt und mir schmerzlich bewußt wird, dass das Kind nun kein Baby, sondern wie sie selber sagt, nun bald ein Jügendlicher ist, haben wir das auch gefeiert.

Wobei ich an dieser Stelle nochmal daraufhinweisen möchte, dass ich immer gesagt habe, wenn Kind, dann erst wenn es schon mindestens fünf Jahre alt ist.

Aber jetzt, wo sie acht geworden ist...hach eigentlich isses jetzt perfekt - so knuddelig, witzig und ausreichend selbstständig. Wozu noch älter werden?

Naja, das sieht das Frollein natürlich anders und will ne Party. Erstmal mit Oma und Opa und nach den Ferien dann nochmal, mit Freundinnen, Pommes, Filmchen und Übernachtung.

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Kreative Glasideen

 

Noch drei Tage und dann beginnen die Sommerferien. Schöner Mist. Ich habe vor ein paar Tagen Johan König zugehört, als er Paradoxien aufzählte, darunter auch: Urlaub mit Kindern.

 

Psstt...redet man nicht drüber. Wie einige von euch schon wissen, Urlaub ist ja eh nicht meins. (Oh man, ich höre mich an wie Sheldon!) Aber mit Kind nimmt das ganze Thema ja nochmal ganz andere Formen an.

 

Da kann man ja nicht einfach mal irgendwo am Strand rumliegen, nee, da muss man dann die ganze Zeit Actionstranding betreiben: Burgen bauen, Volleyball spielen, das Kind mit der Luftmatratze umherschieben und baden bis die Haut schrumpelt.

 

Ach vorher geht es ja schon los, Zuhause, schließlich braucht das Kind ja auch was zu essen, also stellt sich Mutti morgens früh hin und schmiert Brote, schnippelt Gurke und Wassermelone und sorgt für einen kühlen Getränkevorrat. Papa sucht Luftmatratze, Windschutz, Sonnencreme und packt das Auto.

 

Und am nächsten Tag, was machen wir da? Es muss ein Plan her, das Kind hat ja Ferien und möchte was erleben. Pläne, oh je das ist das Problem. Mag ich eben nicht. Ich bin schon überfordert, wenn ich beim Wocheneinkauf am Samstag wissen soll was ich am Sonntag zum Abendbrot essen möchte.

 

Deshalb haben wir wie jedes Jahr keinen Urlaub gebucht und schlawienern uns durch die Ferien. Zwei Wochen Hort (inklusive Hortausflügen), zwei Wochen alleine bei Oma und Opa an der Ostsee, eine Woche mit uns in Hamburg mit Barfußpark, Minigolf, Circus, Freibad, Kino und Freunde treffen, ein paar spontane Tage im Freizeitpark Soltau mit Übernachtung im Piratenhotel und ein paar Tage auf dem Reiterhof meiner Schwester. Wieder kein Schwimmen mit Delphinen. Armes Kind ;)

 

Aber jetzt so beim Schreiben...ja, also ich finde das ist doch´n Plan. Ach das beruhigt.

 

Neben dieser Erkenntnis hat mich in dieser Woche aber noch was anderes beschäftigt: Glas. Ich mag Glas sehr, es passt einfach immer und überall, wirkt schön leicht und läßt sich vielfältig gestalten.

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Mein Leben mit weißen Möbeln

 

Weißes Wohnzimmer mit weißem Sofa mit weißem Sofatisch mit weißen Vasen mit weißen Blumen. Mittendrin ich, blaue Jeans, Himbeeren mampfend. Ahhh, ja da kann man als Leser schon ´ne Krise kriegen oder? Aber wie heißt es noch so schön, wer es schön haben will, muss leiden...oder so. Weiße Möbel sind ja momentan angesagt, wer welche hat beweißt Stil, Trendbewußsein und gibt sich intellektuell, habe ich in der Süddeutschen* gelesen.

 

Als WeißmöbilantIn beweißt man aber auch:

 

  • Durchsetzungsvermögen und Durchhaltevermögen

wenn das liebe Kind die Schokolade nicht auf dem Sofa essen darf und sich stattdessen auf den Boden davor hocken und es das immer wieder gesagt bekommen muss und Mama und Papa ja schließlich auch mit höchster Vorsicht das Fleckwerk hinter die Kiemen schütten. Manchmal auch auf dem Boden davor oder auf einem Stuhl neben dem Sofa sitzend.

 

  • ein dickes Fell und genügend Selbstbetrug

wenn dann doch mal ein Fleck drauf kommt oder die Jeans graubläulich auf dem Stoff abschmirgelt und nur noch ein                 Schulterzucken die Sache erträglich macht.

Der Besuch sich lautäußernd nicht traut sich auf das Sofa zu setzten oder etwas auf dem weißen Sofatisch abzustellen, schließlich Rotwein verschüttet, obwohl man die ganze Zeit darauf stiert das das eben nicht passiert und man dann alles mit einem süffisanten: "Ach das macht nix, ich steck den Bezug nachher schnell in die Wäsche und ratzfatz ist alles wieder sauber!" und `nem dicken Hals weglächelt.

 

  • eine hohe Affinität zum Wäschewaschen und Staubwischen

wenn dann gleich nach dem Saubermachen alles wieder flusig und speckig ist...und man ja sonst nix zu tun hat!

 

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Zuckerfreies Minigärtchen

 

Ich bin seit 7 Wochen clean. Naja fast. Einmal in der Woche werde ich rückfällig. Aber mit Absicht, quasi um mir zu beweisen, dass ich das Zeug nicht mehr brauche: künstlichen Zucker. Schon als Kind habe ich mir Berge von Schokolade und Eis reingeschaufelt, aus Langweile, Müdigkeit, Glücklichsein und Gemütlichkeit. Ich errinnere mich, dass ich im Abitur immer Donnerstags, wenn ich eine Freistunde zwischen der sechsten und achten Stunde hatte, einen ganzen Liter Eis gegegessen habe, schön mit ein paar Milliliter Milch zum Milchshake gerührt. Ich habe auch nie verstanden, wie man nur einen Keks aus der Prinzenrolle essen kann. Es war mir nie genug. Ich brauchte immer mehr. Ich bin Zuckersuchti!

 

In der ersten Woche war der Entzug echt hart, ich hatte mega schlechte Laune. In der zweiten Woche hatte ich mich darangewöhnt und fühlte mich plötzlich total fit und hatte Lust mich zu bewegen. Erst in der fünften Woche hatte ich echten Heißhunger. Ich fand es total spannend bewußt darauf zu achten, wann und warum das Gefühl kam etwas Süßes essen zu wollen und dann eben nicht mit Zucker sondern mit Schlaf oder Beschäftigung zu reagieren. Unglaublich das ich Jahrzehnte meines Lebens `ne Schoki reingeschoben habe, anstatt zu schlafen. Ich muss dazu sagen, dass ich schon immer schlecht Abends ins Bett komme und morgens aber umso schneller wieder draußen bin. In meinem Kopf brodelt es ständig. Mehr als 5-6 Stunden habe ich nie geschlafen und nach dem Mittag habe ich angefangen mich mit Süßigkeiten vollzustopfen. Jetzt weiß ich, dass ich müde war und mein Körper Energie wollte.

 

Ich komme momentan sehr gut zurecht (und ich habe bereits 10 Kilo abgenommen), wobei ich weiterhin, wenn auch nur wenig, Fruchtzucker und Honig zu mir nehme- ja und bisher einmal in der Woche Künstlichen. Aber das war`s jetzt wohl auch, mir ist das Zeug mittlerweile viel zu süß und ich bekomme Magenschmerzen. Der Jieper auf Süßes ist jedenfalls weg und das ist das Tollste! Ich fühle mich so frei, wirklich vergleichbar wie ohne `ne Zigarette auszukommen. Nicht mehr die Schubladen zu durchwühlen, nicht mehr aus der Not ranzige Schokoraspel zu verdrücken und dem Kind die Gummibärchen klauen. Nicht mehr dafür schämen. Schokolade war für mich früher Entspannung und Glück. Jetzt trinke ich ein Glas Wasser, lese ein Buch und mache Sport. Und bin danach viel glücklicher! Was für eine Erkenntnis! Trotzdem ist es nicht einfach für mich diese entstandene Leere immer zu füllen mit Beschäftigungen die mir Spaß machen. Das wird ein längerer Prozess des Suchens und Findens.

 

Was ich wirklich schwierig finde, ist es Brot ohne Zucker zu finden. Ich dachte früher immer, dunkles Brot ist gesünder als helles. Aber die dunklen sind ja meistens mit Karamell- bzw. Invertzucker gefärbt. Und auch von den hellen Brotsorten finde ich sehr wenige ohne Zucker. Vor einer Woche wollte ich mir mal Sushi aus dem Feinkostladen gönnen, aber da ist auch Zucker drin! Kuchen, Fruchtjoghurt, Pizza, Gummitiere, Marmelade und Nutella esse ich gar nicht mehr- und das obwohl ich Nutella vorher mit dem Löffel gegessen habe! Ich habe es vor ein paar Tagen mal probiert - echt übel fand ich das, soo süß, bäh. Das hätte ich niemals gedacht, dass ich mal zu Nutella bäh sage.

 

Ich finde es kriminell wie viele Lebensmittel Zucker enthalten, wie diese beworben werden (z.B. die Milchschnittewerbung) und das es immer wieder bestritten wird, dass Zucker genau wie Alkohol süchtig machen kann.

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Stuhlmix: Individuell oder Mainstream?

 

In einer Szene aus dem Film "Das Leben des Brian" tritt Brian (der von den Menschen als Heiland verehrt wird) auf den Balkon und ruft der jubelnden Menge zu: "Ihr seid alle völlig verschieden!" Daraufhin antwortet diese im Chor: "Ja, wir sind alle völlig verschieden!" Nur eine Person schreit dazwischen: "Ich nicht!" und wird sofort von den Umstehenden zum Schweigen gebracht.

 

Nun würde es ziemlich schallaschalla wirken, wenn wir die ganze Zeit durcheinanderschreien wie individuell wir sind. Oder eben auch nicht. Und wir haben auch nicht die Zeit und manchmal auch nicht die Lust uns in unserer anonymen Welt mit anderen persönlich auszutauschen. So würden wir natürlich am besten unsere Besonderheiten zeigen können, und sehen was das Besondere am Anderen ist. Nööö....wir kaufen uns stattdessen ´ne ganz individuelle Jeans oder eine individuelle Vase (oder  einen Stuhl), tragen eine individuelle Frisur oder aber wir wollen Superstar werden, ähem...berühmt. Hauptsache, wir fallen auf in der Masse. Werden gesehen und gehört. Wir kommunizieren also miteinander mit Hilfe unserer vermeintlichen Individualität.

 

Individualität bedeutet aber in unserer Gesellschaft nicht etwas Einzigartiges, sondern etwas was nach Individualität aussieht. Ein Individualist wäre ja im engen Sinne Jemand der die Welt mit anderen Augen sieht, innovativ, kreativ und unmodisch ist. 

Neiiiiin! Das ist zu unsicher, anstrengend und unmodisch ist uncool. Wenn Individualität dann gemainstreamed.

 

Ich habe mir vor ein paar Jahren einen neuen Esstisch und sechs gleiche Stühle dazu gekauft. Als ich dann in einer Wohnzeitschrift ein Bild von einem Esszimmer gesehen habe, auf dem jeder Stuhl um den Esstisch anders war und las, dass ein Stuhlmix das Ganze individueller gestaltet, hat mich das angefixt. Meine homogene Stuhlgruppe kam mir plötzlich langweilig und

unmodern vor.

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