Träumst Du schon, oder bist Du noch zufrieden?

Hallo meine Lieben!

 

Ich lese gerade das Buch von Judith Wilson "So geht Wohnen" (Callwey Verlag). Darin steht unter anderem, dass man beim Einrichten seine individuellen Wohnträume zunächst visualisieren sollte, um dann zielsstrebig daraufhinarbeiten zu können. Da sich nicht jede Idee realisieren lässt, aus finanziellen, räumlichen oder anderen Gründen, sollte der Träumer Alternativen oder zumindest Prioritäten rausarbeiten um schließlich das "übergeordnete" Ziel zu erreichen.

 

Ich hatte noch nie einen Traum. In meinem Leben ergab eins das andere. Ich habe meistens schon genau überlegt, ob dass was sich ergab sich auch richtig anfühlte und habe entsprechende Entscheidungen gefällt. Aber Träume, so wie: Wenn ich groß bin möchte ich Bücher schreiben, eine Märchenbraut sein, eine Familie gründen, Karriere machen, ein Haus bauen, fremde Länder bereisen, auf einer Bühne stehen, anderen Menschen helfen, die schnellste Läuferin der Welt sein, auf den Mond fliegen etc. Nö.

Ohne Traum plätschert mein Leben so dahin. Wirklich anstrengen muss ich mich nicht. Wofür auch? Nachdem ich das Buch zuende gelesen hatte, fing ich an ein Haus zu entwerfen. Mein Traumhaus. Und obwohl die Einrichterei meine Leidenschaft ist, bin ich noch nie auf die Idee gekommen, zu überlegen, was ich wirklich möchte. Ich habe mich beim Einrichten immer an den vorhanden Räumen orientiert, doch das führte dazu, dass ich meinen Wohngeschmack den Gegebenheiten angepasst habe und nicht umgekehrt.

 

Je mehr ich mich mit meinem Traumhaus beschäftigte, um so mehr wurde mir bewußt, was mir eigentlich gefällt, was mir momentan in unsere Mietwohnung mitten in der Großstadt fehlt, wie toll so ein eigenes Haus wäre. Wieviel Freiheit, wieviele Möglichkeiten es bietet.

 

Als mir die Idee kam, dass ich ja dann im Keller eine richtige Discothek einrichten könnte, und ein eigenes kleines Kino, bin ich völlig ausgeflippt! Stellt Euch mal vor: ein komplett schwarzes Zimmer, mit ner riesigen Leinwand zum Filme schauen auf dunklen Samtsesseln, ner Bar (mit Tequila, Salzstanden und Popcorn natürlich ;)), Kickertisch und Discogefunkel!

 

Jetzt habe ich meinen ersten Traum. Gleichzeitig schlich sich ganz fies der Gedanke ein, ob es nicht doch zu ungerecht wäre, wenn mein Traum Wirklichkeit werden würde. Habe ich soviel Glück verdient? Sollte ich nicht zufrieden sein, mit dem was ich habe? Zufrieden, mmh...ja...das ist aber auch ganz schön langweilig.

 

Habt ihr einen Traum? Oder zwei?

 

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Ich verkrümel mich nun die nächsten 4 Wochen und mach Urlaub! Eure Bestellungen werden in dieser Zeit natürlich trotzdem bearbeitet und verschickt!

Wir lesen uns dann im September wieder, ja? Gleiche Stelle...gleiche Welle! :)

 

Liebe Grüße

Eure Ela

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Kommentare: 3
  • #1

    alex (Sonntag, 31 Juli 2016 12:40)

    Ich wollt immer mal n Lädchen haben, füe einen meiner Berufe, ob für Blumen, Haare, Deko.... egal. Das war aber klar, das bleibt ein Traum, denn ich bin ja doch recht realistisch. :-) Ich bekäm alleine in deinem großen Kino auch die Krise, Kino guck ich am liebsten gekuschelt auf der Couch oder im Bett so wie früher... also im ganz kleinen... ohne Popcorn... :-) Im moment träum ich von einem Leben im süden, die trockene Hitze würden meine Schmerzen lindern, von trockener Hitze is hier leider nix zu spüren :-(. Ich wünsche dir einen schönen Urlaub, erhol dich gut. Alex

  • #2

    Carmen (Sonntag, 31 Juli 2016 16:08)

    Liebe Ela,
    als kleines Mädchen träumte ich immer von meiner Hochzeit im weißen Brautkleid. Nun gibt es nächstes Jahr die Hochzeit, wahrscheinlich aber nicht im weißen Brautkleid ; -) Bin zwischenzeitlich schon über 50!
    Genieße deinen Urlaub!!!!
    Viele Grüße
    Carmen

  • #3

    Uta (Dienstag, 02 August 2016 21:52)

    bei mir ergeben sich auch die Wünsche so pö a pö, ich bin keine Planerin (hab schon n Problem damit für die nächsten Tage etwas bestimmtes einzuplanen, will immer recht spontan und aus m Bauch raus alles leben und nerve damit meine Mitmenschen mit Aussagen wie : na vielleicht, mal sehen,schauen wir mal, ob ich morgen Lust dazu habe. Das ist nicht immer schön, auf andere wirkt das eher unzuverlässig oder sprunghaft. Aber wenn mir etwas wirklich wichtig wird, und man etwas bestimmtes will, dann erfordert das leider ein bissel Planung... jedenfalls hatte ich mal den Traum eines eigenen Ladens und habe mir den auch erfüllt, ohne jedoch die Sicherheit des Angestelltenjobs ganz aufzugeben.... tanzte ich dann zwischen zwei Baustellen und nach einem Jahr drehte sich das Blatt, die doofen Seiten des eigenen Ladens fingen an mir den Nerv zu rauben, den Laden erweitern und meinen Angestelltenjob aufzugeben war nicht mehr attraktiv und so wechselte ich den Kurs. Seit dem ist der erfüllte Traum erlebte Vergangenheit und ich habe wieder neue Dinge über mich gelernt. Den Haustraum, den hatte ich auch genau wie du, er hielt paar Jahre an, solange er nicht wirklichkeit wurde, hat er mich mit begeisterung beschäftigt und ich glaubte ich mutiere bald zur Architektin, Bauingenieurin, Maklerin, wenn nicht bald meine vielen speziellen Wünsche Wirklichkeit werden, (ich sehe mich in deinen Erzählungen vom Haustraum wieder und kann dich absolut verstehen) Es haperte am Finanziellen, dem Mut (RiesenKredit?), den Angeboten der Makler, der Lage (Dorf????? Eigenheimneubaugebiet???? Problematischer Grund und Boden? Zuuu alt, zu neu, zu 0,8,15, zuviel zu ändern, zu teuer, zu was weiß ich.... zuletzt hatte uns eine sehr sympatische Bauingenieurin einer teuren baufirme in ihren Bann gezogen, und uns ein überteuertes neues Haus mit paar Extras (Fensterläden etc.) wir unterschrieben und hatten noch nicht mal ein Grundstück, das war verrückt, wir kamen aus dem vertrag wieder raus nach einem Jahr, zum Glück. Aber die Hausfrage machte sich in mir immer noch breit. ich redete mir ein dass das doch mein Traum wäre, und ich kann gar nicht mehr sagen was mit mir los war aber ich konnte unsere schöne Wohnung nicht mehr leiden usw.... das Ganze endete in einer Beziehungskrise und ich mußte mal richtig wieder bei Null anfangen. Ein Traumhaus läßt sich nicht erzwingen. Eigentlich ahnt man auch ziemlich genau was ein Haus, außer der Traumseiten mit sich bringen würde. Ach, ich könnte noch so viel schreiben. Aber was ich eigentlich auch immer denke, warum ist das so, warum hat der eine genaue Vorstellungen von seinem Leben und macht das dann auch genau so, und der andere ist wie das Bäumchen im Wind. das eine wirkt vermeintlich stark und man beneidet es wenn man nicht so ist. der andere Fall wirkt wechselhaft oder unsicher. ist aber quatsch. wär st du so wie der erste fall fehlt dir auch irgendwie was, die spontanität oder Leichtigkeit oder FREIHEIT. Ganz sicher. Oder aber du bist ein Typ der nicht links nicht rechts schaut. Der gar nichts von anderen Möglichkeiten, Lebensweisen mitkriegt. Ich habe immer zu meinem Männl gejammert: ach wenn man doch mal Probewohnen könnt in einem Haus auf dem Land, so ein Jahr oder zwei, ob es schön wäre in der Realität? Ich weiß bis heute nicht sicher bin ich Stadtmensch, ich kenn nur stadt. und landleben bedeutete Sommerferien, Duft und Freiheit in Mecklenburg bei der Lieblingstante. Wenn ich aber heute in unserer schönen Altbauwohnung mit hinterhofgarten mich dabei ertappe, wie ich unser mini Gemüsebeet im Hinterhof vergesse, mich zum Gießen gehen überwinden muß und lieber basilikum vom balkon hole, ..... na dann :)) Bin gespannt auf deine weiteren Erzählungen. Was ist eigentlich mit der Eigentumswohnung, wo du so tolle Fotos gezeigt hattest? Ich glaub die war im Osten? Vor vielen Jahren, als ich noch in meiner ersten kleinen 2 Raum Wohnung wohnte, habe ich mir immer gewünscht, ich will mal in die Innenstadt, eine große Altbauwohnung mit Holzfußboden, Stuck, Katze(n) und Klavier, Balkon oder Dachterasse, hoch über die Dächer gucken können, vielleicht mal Kinder?, Tanz oder Ballettunterricht nehmen, vielleicht mal den Beruf wechseln? ...... 16 Jahre später habe ich tatsächlich diese Wünsche Wirklichkeit werden lassen,nur Ballett gibt es in unserer Kleinstadt nicht, und der Beruf ist nach dem Laden-Ausflug im Grunde der selbe geblieben nur nicht mehr Vollzeit, ein anderes Einsatzgebiet mit Menschenkontakt und ich schätze ich ihn mehr als ich es je für möglich gehalten hätte.
    Den Traum vom eigenen Haus habe ich dennoch ganz klein im Hinterkopf und bin gespannt, wie ich reagiere, wenn sich tatsächlich mal etwas Passendes Interessantes zum Verlieben schönes vor unsere Nase stellt. So genug gelabert, sei lieb gegrüßt von Uta!