Große Seelen dulden still

Hallo meine Lieben!

 

Bin ich eigentlich geduldig oder ungeduldig, wenn ich wie gestern beim Staubsaugen der Handtuchheizung im Badezimmer eine feuchte Socke nach der anderen wegsauge?

 

Mein Wochenthema diese Woche: Geduld. Liegt mir nicht. Hat sich etwas in meinem Kopf festgesetzt, dann kann ich ganz schlecht warten. Als ich Kind war, mussten die Leute noch 10-20 Jahre auf ihren Trabi warten. Heute steht ein neues Auto spätestens zwei Wochen nach der Idee vor der Haustür. Dauert die Lieferung einer Onlinebestellung länger als 3 Tage tränen bei vielen schon die Augen und die Hände zucken nervös richtig Laptoptastatur. 

 

Wikipedia definiert Geduld so: "Das Wort Geduld (auch altertümlich: Langmut) bezeichnet die Fähigkeit zu warten. Oft gilt Geduld als eine Tugend; ihr Gegenteil ist die Ungeduld. Als geduldig erweist sich, wer bereit ist, mit ungestillten Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen zu leben oder diese zeitweilig bewusst zurückzustellen. Diese Fähigkeit ist eng mit der Fähigkeit zur Hoffnung verbunden. Geduldig ist auch, wer Schwierigkeiten und Leiden mit Gelassenheit und Standhaftigkeit erträgt." (Wikipedia)

 

Ich möchte eine neue Stadt. Frischen Wind. Der kann meinem fast fertigem Grundschulkind zuliebe aber erst in einem Jahr wehen. Geduldig warte ich. Schaue mir Städte und Eigentumswohnungen an, richte sie am Laptop ein, lerne Kataloge und das Baumarkstsortiment auswendig. Geduldig überlege ich, ob mit oder ohne Vorhänge...ganz geduldig... ;)

 

Als wir am letzen Wochenende bei meinen Schwiegereltern waren, bin ich mit Mausi noch mal schnell zum Auto, um etwas zu holen. Ich klimper auf der neuen Fernbedienung zum neuen Auto herum und nix tut sich. Einen Wimperschlag später, drücke ich meinem 8jährigen Kind die Bedienung in die Hand und sach: "Mach Du mal!" Die schüttelt den Kopf und macht. Wie Papa sonst auch. Für Geduld bin ich nicht zuständig. Tolles Vorbild. Ich kann nur grob und schnell. Aber ich besser mich. Geduld kann man ja lernen - habe ich in einem Artikel der Welt gelesen. Und weiter:

"Alles kommt zu dem von selbst, der warten kann. Studien zeigen: Ausdauer schlägt Talent. Wer verzichten kann, Rückschläge einstecken kann und ausdauernd ist, lebt gesünder und erfolgreicher. "

http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article125368166/Alles-kommt-zu-dem-von-selbst-der-warten-kann.html

 

Für viele materielle Dinge braucht man heute keine Geduld mehr. Das mindert gleichzeitig ihren Wert, was manchmal von Vorteil und oft aber auch von Nachteil ist.

 

Vorfreude ist die schönste Freude sagt man ja. Nur blöd, dass das einem erst danach bewußt wird.

Nicht mehr auf dieser Erde, aber immer in meinem Herzen: mein Willi.

Meine süße Inspiration zur Illustration, auf die ihr vom 10.07.2016 - 16.07.2016 15% Rabatt bekommt!!!

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag

Eure Ela

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Kommentare: 2
  • #1

    Julia (mammilade-blog) (Sonntag, 10 Juli 2016 12:18)

    Liebe Ela,

    ein toller Post!
    Erstaunlicherweise habe ich in vielen Dingen
    viel Geduld und Ausdauer...
    Und ja, wie oft wurde genau das belohnt!
    In anderen Dingen habe ich null Ausdauer ;)
    An der Supermarktkasse, beim Warten generell, ...
    In vielen Alltagsdingen muss es bei mir einfach schnell gehen...
    Der Kunst der Vorfreude habe ich auch kürzlich einen ganzen Blogpost gewidmet...
    Ein tolles Thema :)

    Herzliche Sonntagsgrüße
    Julia

  • #2

    Ela (Samstag, 16 Juli 2016 21:17)

    Vielen Dank liebe Julia! Hast Du es gut! :)
    Dann muss ich unbedingt mal bei Dir lesen kommen!
    Liebe Grüße
    Ela