Nich mehr alle Teller im Schrank

Hallo meine Lieben!

Letztes Wochenende war ich mit Hasi und Mausi auf dem Osterstraßenfest, gleich bei uns umme Ecke. Da gibt es jedes Jahr viele Flohmarktstände, Pommes, Trampolin und dieses Jahr: Hagel, Schnee und Regen. Auch schön. Es war nicht so überfüllt wie sonst und Sitzplätze an den Büdchen gab es auch genug. Die konnten wir zwar so nass nicht nutzen, aber manchmal reicht ja auch die Möglichkeit. Und wie jedes Jahr sah ich diesen älteren Mann, gegen den Strom laufend, mit offenem, kurzärmeligem Hemd, dick behaarter Brust und einer fetten Goldkette um den Hals. Und wie jedes Jahr dachte ich:

Ich wäre auch gerne so.

Haha, nein! Nicht mit Haaren auf der Brust! Sondern mit weniger Tassen im Schrank. Klar ist das bewertend und nicht gerade hilfreich bei meinem Projekt: "Ich miste meinen Schrank im Kopf aus", aber so ist es. Gerade das ist es. Den ersten Stein kann ich eben nicht werfen.

Könnt ihr es?

 

Ich bin immer begeistert, wenn ich Menschen sehe und treffe, die ihr Ding machen. Aber es nicht merken. Weil sie eben so sind. Vor ein paar Jahren saß ich auf dem roten Samtsofa in der Eppendorfer Jugendstilwohnung einer Therapeutin, atmete den Orchideenduft ein und schaute irritiert und doch fasziniert in ihr Gesicht, mit den knallroten Lippen, den blondierten Haaren und den geschlossenen Augen. Sie war während unseres Gespräches eingeschlafen. Der Mops, der bei jeder Sitzung auf ihrem Schoß lag, schnarchte leise.

 

Ich kann noch nicht mal schlafen, wenn ich weiß ich bin mit Brötchenholen dran.

Für mehr Übersicht im Schrank: Teller anne Wand :)

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

 

Liebe Grüße,

Eure Ela